WKNÖ-Präsident Ecker warnt vor völligem Corona-Lockdown

30.10.2020
Corona
© Franz Baldauf

Strikt gegen einen völligen Lockdown spricht sich Wolfgang Ecker, der Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), im Vorfeld des heutigen Sozialpartner-Gesprächs mit der Bundesregierung aus. „Ein neuerlicher völliger Lockdown ist für unsere Unternehmen und damit auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen nicht verkraftbar“, so Ecker.

Es gehe um die richtige Maßnahmen-Balance zwischen Wirtschaft und Gesundheit. Das sei eine höchst herausfordernde, aber extrem wichtige Frage. Tatsache sei jedenfalls, dass die Verbreitung von Corona ganz überwiegend im privaten Bereich stattfinde, während es in Unternehmen kaum bis gar nicht zu Ansteckungen komme.

„Unsere Unternehmen haben trotz der finanziellen Belastung alle Sicherheitsmaßnahmen von Beginn an höchst engagiert und verantwortungsbewusst umgesetzt“, so Ecker. „Es muss sichergestellt werden, dass sie nicht noch weiter unter Druck kommen.“

Corona – sollte dennoch ein Lockdown kommen müssen

Sollte es zu einem Teil-Lockdown kommen, müsse es folglich zusätzliche Unterstützungen und Hilfsmaßnahmen für die Unternehmen geben – „und zwar rasch, umfangreich und unbürokratisch“, so Ecker.

Nicht nur ein drohender Teil-Lockdown, sondern auch die steigende Zahl an Personen in Quarantäne bringen das Wirtschaftsleben zunehmend in Gefahr. Ecker untermauerte seine Forderung nach einer Verkürzung der Quarantäne durch das sogenannte „Freitesten“: „Wir brauchen bei Vorliegen negativer Testergebnisse eine Halbierung der Quarantänezeit auf fünf Tage. Der Wirtschaftskreislauf bleibt intakt und ein noch größerer Schaden wird damit abgewendet.“

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