Fairness für alle betroffenen Betriebe!

04.11.2020
Corona
© Wirtschaftskammer Tirol

Obwohl der Handel im Gegensatz zum Tourismus diesmal nicht unmittelbar von den verordneten Betriebsschließungen betroffen ist, muss in vielen Bereichen wieder mit massiven Umsatzeinbußen gerechnet werden. „Schon während des ersten Lockdowns hat sich gezeigt, dass es aufgrund der Branchenvielfalt im Handel auch eine enorme Bandbreite an Betroffenheit durch die Corona-Krise gibt“, stellt der Obmann des Tiroler Handels, Dieter Unterberger, fest. Für ihn steht außer Zweifel, dass vielen Händlern auch jetzt wieder ein großer Schaden entstehen wird, obwohl sie ihre Geschäfte grundsätzlich offenhalten dürfen. Ganz einfach deshalb, weil es gerade in Tirol eine enge Verknüpfung zwischen dem Handel und dem Tourismus gibt. Man denke beispielsweise an die Lebensmittelgroßhändler, die normalerweise die Versorgung der tausenden Tiroler Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe sicherstellen.

Vor diesem Hintergrund kritisiert Unterberger, dass es von der Bundesregierung bislang nur konkrete Entschädigungszusagen für Betriebe gibt, die wegen der verordneten Betriebsschließungen direkt vom zweiten Lockdown betroffen sind. „Es kann nicht sein, dass jene Unternehmen, die es indirekt fast ebenso stark trifft, nicht auf ähnliche Art und Weise entschädigt werden. Wir brauchen hier unbedingt eine faire Lösung und eine adäquate Unterstützung für alle betroffenen Betriebe – egal ob sie direkt oder indirekt betroffen sind. Ein entsprechender Vorschlag wurde seitens der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer bereits an das Finanzministerium übermittelt. Jetzt braucht es eine rasche Reaktion, die Zeit drängt“, so der Handelsobmann abschließend.

Corona

Wir empfehlen folgende Artikel zum Weiterlesen

Mehr aus der Rubrik Vermarktung