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So stellt sich Berger Schinken der Corona Herausforderung

Wie erlebt die Fleisch-Branche die Corona-Krise? Was sind derzeit die größten Herausforderungen für die Unternehmen? Gaby Kritsch, Verkaufsleiterin von Berger Schinken, hat sich für Fleisch & Co Zeit für einen kurzen Bericht genommen.

18.03.2020
Corona

Die aktuelle Situation fordert uns alle vollumfänglich: Persönlich, als Familie und als verantwortungsvoller Arbeitgeber. Unser oberstes Anliegen ist die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Familien. Die aktuelle – sich laufend verändernde ­– Situation stellt uns als Unternehmen vor neue Herausforderungen, deren Lösungen Kreativität und Gemeinschaftsgeist voraussetzen.

Gleichwohl haben wir unter diesen Voraussetzungen das klare Ziel, unseren Beitrag zu leisten, um die Grundversorgung mit Lebensmitteln zu gewährleisten. Das bedeutet konkret, die Produktion aufrecht zu erhalten. Stand, Dienstag, 17.3.2020, sind wir operativ tätig, voll umfänglich lieferfähig und die Produktion läuft.

Um allerdings alle Aufträge abarbeiten zu können, brauchen wir dringend und kurzfristig weitere Mitarbeiter – vor allem in den Bereichen Verpackung und Zerlegung. Wir können leider nicht auf ungeschultes Personal oder Bundesheer-Grundwehrdiener zurückgreifen. Wir brauchen – und das ist nicht übertrieben – aktuell jede helfende Hand. Wir suchen auf allen uns zur Verfügung stehenden Kanälen nach Fachkräften und eine Vielzahl an Menschen ist solidarisch und kommt auf uns zu.

Gerade alle jene Stellen, wo Fleischerfachkräfte gefragt sind, sind trotz aller Maßnahmen und Vergütungen und Benefits, die wir als traditionsreiches Familienunternehmen bieten, schwer zu besetzen. Ein Großteil der Mitarbeitenden bei Berger Schinken in diesen Bereichen stammt aus dem benachbarten Ungarn. Diese Kolleginnen und Kollegen kommen angesichts der aktuellen Schließung der Grenzübergänge nicht oder nur sehr schwer zur Arbeit bzw. sind besorgt, am Ende der Arbeitswoche nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren zu können. Daher versuchen wir alles, um diese Stellen kurzfristig zu besetzen und damit die Lieferfähigkeit aufrecht erhalten zu können.

Als seit 130 Jahren bestehendes Familienunternehmen sind wir aber zuversichtlich, auch diese Krise zu überstehen. Gerade als Familie sind wir hier resilient, agieren mit Augenmaß und vorausschauend. Die Welt hat uns noch nie so klar aufgezeigt wie heute, wie verbunden wir alle miteinander sind. Unsere Vernetzung rund um den Globus war noch nie stark spürbar wie heute. Wenn dann plötzlich Waren oder Lebensmitteln sowie Arbeitskräfte wegfallen, merken wir, wie verletzlich wir sind und wie wichtig es ist, dass Österreich eine funktionierende Lebensmittelproduktion hat und wir uns mit vielen Waren selbst versorgen können. Wir von Berger Schinken leisten dazu gerne unseren Beitrag.

Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren großartigen Einsatz bedanken.

Ihre Gaby Kritsch

 

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