Schweinebörse 3/2020: Feiertagsüberhänge drücken auf Preise

Schweinebörse 3/2020: Feiertagsüberhänge drücken auf Preise

10.01.2020
Schweinebestand

EU-Schweinemarkt: Feiertagsüberhänge drücken auf Preise
Wegen der ungünstigen Lage der Feiertage zum Jahreswechsel waren die Schlachtaktivitäten öfter und länger unterbrochen als üblich. So schleppen die Märkte das Angebot einer ½ bis ¾ Woche als „Altlast“ mit. Mit dem laufend dazukommenden frischen Angebot entsteht daraus ein erheblicher Mengendruck. Wie üblich wird das von Abnehmerseite ausgenützt, entsprechenden Preisdruck zu erzeugen. Je größer in den verschiedenen Ländern der Preisanstieg im Dezember war, desto größer fiel nun das Minus aus, in Deutschland beispielsweise Minus 9 Cent.

In Österreich fiel mit dem Dreikönigstag, im Gegensatz zu nicht katholischen Regionen Mittel- und Nordeuropas, auch in der abgelaufenen Woche ein wichtiger Schlachttag aus. Weil Mastschweine auch an Feiertagen flott weiterwachsen, drängen zurzeit überdurchschnittlich viele und überdurchschnittlich schwere Schweinepartien an die Rampen der heimischen Schlachtbetriebe. Mit dem Preiszugeständnis von 9 Cent an der Ö-Börse soll es gelingen, die Überhänge rasch abzubauen.

Aktueller Marktbericht von Dr. Johann Schlederer vom 9.1.2020

  Notierungspreis Berechnungsbasis
Mastschwein € 1,84 (-0,09) € 1,74
Zuchten € 1,58 (-0,03) € 1,48

Ferkelmarkt:
Preis KW 2: EUR 3,20
Durchschnittliche Preisdifferenz zum bayerischen Ringferkel pro Stück: ca. EUR 4,95

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