Rindermarkt KW 44: Unter Druck

Schlachtrindermark – Preiserwartungen für die Woche 44/20

27.10.2020
Rindermarkt
27.10.2020

Der Schlachtrindermarkt ist von der Covid-19 Pandemie und dem damit verbundenen akuten Personalmangel und der einbrechenden Nachfrage im Außer Haus Verzehr vor allem in Deutschland besonders stark betroffen.

Die Nachfrage nach Schlachtkühen ist massiv gesunken, entsprechend sind die Erzeugerpreise für Kühe stark unter Druck.

In Österreich stehen aufgrund der großen Exportabhängigkeit im Schlachtkuhbereich schwere Kühe stärker unter Druck als leichtere Kühe, die im Inland in die Verarbeitung gehen. Die Schlachtkuhpreise tendieren nach unten. Vor allem die Exportmärkte Richtung Spanien und Frankreich (Gastronomie) sind von den Covid-Auswirkungen betroffen.

Im Jungstierbereich ist die Nachfrage nach Programmware seitens des LEH gut, vor allem im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft. Im Außer Haus Verzehr ist mit einem mehr oder weniger starken Einbruch zu rechnen. Die Qualitätszuschläge bei Jungstieren tendieren leicht nach oben. Hier besteht ebenfalls die Empfehlung, schlachtreife Tiere zu vermarkten (und nicht unnötig überschwer zu mästen), da die Unsicherheit der Covid-19 Pandemie und ihre Auswirkung auf die Märke markant ist.

Die Schlachtkälberpreise tendieren aufgrund des sehr geringen Angebots leicht nach oben.

Preiserwartungen netto für Woche 44/2020 – 26.10. – 01.11.2020

Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen!

Jungstier HK R 2/3 € 3,47
Kalbin HK R2/3 € 2,98
Kuh HK R2/3 ausgesetzt
Schlachtkälber HK R2/3 € 6,05

 

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