Rindermarkt KW 20: Nachfrage zweigeteilt

Rindermarkt KW 20/20: Die Nachfrageseite ist derzeit zweigeteilt.

11.05.2020
Rindermarkt

EU-weit stabilisieren sich die Preise in allen Kategorien auf niedrigem Niveau. In Deutschland fällt das Angebot an Schlachtrindern gering aus und steht einer verhaltenen Nachfrage gegenüber. Auf der Nachfrageseite bestehen viele Unsicherheiten durch vorläufige Schließungen einiger Schlachthöfe aufgrund aktueller Corona-Fälle bei Mitarbeitern. Die Preise sind in Deutschland sowohl bei Jungbullen als auch bei weiblichen Schlachtrindern nach Wochen mit starken Preisrücknahmen unverändert.

In Österreich ist das Angebot an Jungstieren etwas rückläufig. Die Nachfrageseite ist derzeit weiterhin zweigeteilt. Während im LEH noch von etwas höheren Umsätzen berichtet wird, ist weiterhin die Unsicherheit gegeben, wie die Fleischbestellungen in den nächsten Wochen seitens der Gastronomie ausfallen werden. Bei Jungstieren konnte bei Redaktionsschluss noch nicht mit allen Marktpartnern eine Preiseinigung erzielt werden.

Bei Schlachtkühen ist das Angebot nach wie vor auf einem niedrigen Niveau, die Nachfrage sollte sich in den nächsten Wochen etwas stabilisieren. Vor allem durch das Öffnen der Systemgastronomie sollte es zu einer leichten Verbesserung kommen. Die Preise sind stabil.
Bei Schlachtkälbern zeichnet sich ebenfalls eine stabilere Marktlage ab, obwohl das Angebot nach wie vor die Nachfrage übersteigt.

Preiserwartungen netto für Woche 20/2020 (11.05. – 17.05.2020)

Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen!

Jungstier HK R2/3 ausgesetzt
Kalbin HK R2/3 € 2,69
Kuh HK R2/3 € 1,89
Schlachtkälber HK R2/3 € 5,00

 

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