Rindermarkt KW 12: europaweite Unsicherheit

Rindermarkt KW 12: Es herrscht eine europaweite Unsicherheit

16.03.2020
Rindermarkt

Im Handel mit Schlachtrindern herrscht aktuell europaweit Unsicherheit. Im Zuge der Corona-Krise wird besonders der Außer Haus Verzehr in nahezu allen Ländern stark eingeschränkt. In Deutschland führte dies zu einer massiven Verunsicherung und in nahezu allen Kategorien zu extremen Preisabschlägen.

In Österreich ist die Situation zweigeteilt, bei Jungstieren herrscht im Lebensmitteleinzelhandel eine hohe Nachfrage seitens der Konsumenten. Trotz eines hohen Angebots finden die Jungstiere derzeit noch guten Absatz. Bitte keine vorzeitigen Verkäufe und Anmeldungen durchführen, um den Markt nicht zusätzlich zu belasten – keine Panikverkäufe.

Bei Schlachtkühen und Kalbinnen stellt sich die Situation grundlegend anders dar. Speziell aufgrund des hohen Exportanteils bei Schlachtkühen empfehlen wir, vor allem schwerere, gut ausgemästete Kühe, in den nächsten 5 Wochen nicht zu vermarkten, außer es ist dringend erforderlich, da die Hauptmärkte Frankreich, Italien und Spanien nahezu zum Erliegen gekommen sind.

Auch in Österreich geht die Nachfrage aufgrund von Schließungen der Gastronomie- und Systemgastronomiebetriebe massiv zurück. Ähnlich drastisch stellt sich die Situation bei Kalbinnen dar, die vorwiegend in den Export nach Italien bzw. in der Gastronomie in Österreich vermarktet wurden. Auch hier bitte die Kalbinnen, die nicht unbedingt vermarktet werden müssen, in den nächsten 5 Wochen nicht zur Schlachtung bringen.

Da wir noch immer mit den Schlachthöfen in Verhandlung sind, sind die Notierungen bis auf weiteres ausgesetzt.

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