DONAU SOJA begrüßt Initiative vom Lebensmittelhandel

Weil Sojaanbau ohne Zerstörung der Regenwälder möglich ist

02.11.2020
Soja
© Pixabay

Der Österreichische Lebensmittelhandel setzt sich für den Schutz wertvoller Ökosysteme ein. Donau Soja begrüßt diesen symbolischen Schritt und appelliert an die VertreterInnen des österreichischen Lebensmittelhandels, als konkreten Schritt verstärkt in europäisches Soja zu investieren. „Mit Donau Soja gibt es bereits die Alternative und die Möglichkeit, Soja ohne Zerstörung wertvoller Ökosysteme wie Cerrado und Amazonas-Regenwald zu verarbeiten“, betont Susanne Fromwald, Executive Director bei Donau Soja. „Die Versorgungssicherheit in Europa hat sich verbessert. Gut für uns in Europa. Gut für das globale Klima: Jeder Hektar Soja in Europa entlastet sensible Ökosysteme auf anderen Kontinenten.“

In Europa werden zehn Mio. Tonnen Soja angebaut, sechs bis sieben Mio. Tonnen davon sind gentechnikfrei. Nach der Ernte im Herbst 2019 standen über 675.000 Tonnen Donau Soja und Europe Soya Sojabohnen aus elf Ländern zur Verfügung. Somit sind Donau Soja und Europe Soya die führenden nachhaltigen Soja-Standards in Europa. Italien weist mit 144.000 Tonnen den größten Bestand auf, gefolgt von der Ukraine, Rumänien, Serbien und Österreich.

Mit europäischem Soja den CO2-Fußabdruck verringern

Für den Sojaanbau werden im brasilianischen Cerrado etwa 100.000 Hektar jährlich zerstört. Fast 50 Prozent der brasilianischen Sojaproduktion stammen aus der Region. Insgesamt ist Soja für die Hälfte der in die EU importieren Entwaldung aus der Lebensmittel- und Fleischproduktion verantwortlich. Der Cerrado ist ein Savannenwald und etwa 25-mal so groß wie Österreich. Er beherbergt etwa fünf Prozent der biologischen Vielfalt der Erde und ist für den Erhalt des Weltklimas unerlässlich. Während der letzten 40 Jahre wurde etwa die Hälfte der wertvollen Cerrado-Vegetation in Acker- und Weideflächen umgewandelt! 

„Mit Donau Soja bekommt Soja ein europäisches Gesicht. Ein Gesicht der europäischen LandwirtInnen“, sagt Susanne Fromwald von Donau Soja. „Wir verbinden europäische KonsumentInnen mit europäischen Soja-LandwirtInnen und -ProduzentInnen. Diese Proteinpartnerschaft ist eine Klimapartnerschaft.“ Der CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln wird von den Futtermitteln bestimmt. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) belegt, dass Donau Soja zertifiziertes Tierfutter z.B. in der Schweinemast rund 40 Prozent der CO2-Emissionen vermeidet, so Fromwald.

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