Digitalisierung

Für die Zukunft gerüstet

Wiesbauer ist ein Kunststück gelungen: Der Betrieb in Wien ist auch über 20 Jahre nach der Eröffnung technologisch absolut auf der Höhe der Zeit. Lesen Sie hier, wie es dem Produzenten gelungen ist.

17.12.2019
Software
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Die Integration aller Prozesse in eine Software ist ein strategisch bedeutsamer Teil bei der Konzeption des Produktionswerks von Wiesbauer in Wien gewesen. Warenwirtschaft, Etikettierung, Logistik oder Rückverfolgung: Bei dem Wurstproduzenten arbeiten alle mit demselben System. „Es ist ein großer Vorteil, wenn man einen Partner und eine Systematik hat, die so miteinander verzahnt sind. Dank CSB sind wir in vielen Be- reichen sehr rationalisiert“, sagt Thomas Schmiedbauer, der das Unternehmen in der dritten Generation führt.

Verhandlungssichere Software

Vor allem beim Thema Datentransparenz ist Wiesbauer gut aufgestellt. Thomas Schmiedbauer kann viele seiner Entscheidungen auf Basis genauer Infos treffen. „Wenn ich mit meinen Kunden spreche und Verhandlungen führe, will ich sofort entscheiden können, ob wir ins Geschäft kommen oder nicht. Die Kalkulationen im ERP-System sowie die Reportings und Kun- denauswertungen helfen mir dabei.“ Wichtige Daten wie Leistungskennzahlen aus der Produktion, Umsatzzahlen, Zahlungsziele, Bestellrhythmen, Konditionen, Rabatte, Skonti – alles liegt auf Knopfdruck vor. Diese Transparenz ist heute entscheidend im Tagesgeschäft, soll aber noch einen Schritt weiter gehen. „Wir arbeiten gerade da- ran, dass wir tagesaktuell nicht nur den Umsatz, sondern auch den Deckungsbeitrag oder die Kundenerfolgsrechnung sehen können“, so Schmiedbauer.

Selbstverständlich: Papierlos!

Papierbasierte und manuelle Prozesse sind den Anforderungen heutiger Fleischproduzenten nicht mehr gewachsen. Bei Wiesbauer erfolgt die Datenverarbeitung daher papierlos, der Materialfluss wird automatisiert gesteuert, und der Betrieb ist mit den anderen Wiesbauer-Betrieben in Österreich und Ungarn vernetzt. Ein gutes Beispiel ist der weitgehend automatisierte Ablauf von der Zerlegung bis zum Lager. Schon die Auslagerung von hängendem Fleisch zu den Zerlegebahnen erfolgt automatisiert über die CSB-Software. In E3-Kisten gehen die zerlegten Teilstücke dann auf Basis der Informationen aus der Rezepturverwaltung in das Hochregallager. Auf ihrem Weg dahin werden die Barcodes der Kisten mit Kisten- nummer, Gewicht abzüglich Tara, Artikel- und Chargennum- mer und dem hinterlegten Zielort im CSB-System eingelesen.

Dies geschieht an einem Infopunkt über einen Scanner. Bei der Chargierung werden anhand der Rezeptur die benötigten Mengen an Fleisch und Speck kalkuliert und von einem CSB-Rack beim Hochregallager angefordert. Die ausge- lagerten Artikel werden über die Förderbänder zur richtigen Mischanlage transportiert und zerkleinert. Von hier aus geht es zur Kutterei und Füllerei und ab- schließend in die Rauch-, Brat- oder Kochanlagen. Über eine wei- tere Datenerfassungsstation werden die Fertigprodukte eingelagert, bevor sie kundenspezifisch etikettiert werden.

Es ist ein großer Vorteil, wenn man einen Partner und eine Systematik hat, die so miteinander verzahnt sind. Durch CSB sind wir in vielen Bereichen sehr rationalisiert.
Thomas Schmiedbauer, Wiesbauer

Fehlerfreie Etiketten

Bei Wiesbauer sind alle etikettierungsrelevanten Informationen zentral im ERP-System gespeichert. Änderungen an den Stücklisten stehen somit direkt an allen Standorten zur Verfügung – und haben eine automatische Anpassung der Etiketten zur Folge. Ganz gleich, ob es sich um egalisierte Slicer-Ware, SB- Wurst oder gewichtsabhängige Ware handelt: Eine zeit- und kostenintensive Doppelpflege der Daten ist nicht nötig. So sinkt auch das Risiko falscher Nährwertangaben oder fehlender Allergene und damit die Reklamationsquote. Außerdem erlaubt dieses automatische Datenmanagement ein einfaches Handling von Mischpackungen, bei denen verschiedene Artikel mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen in einer Packung landen.

Digitalisierung

Auch wenn das Unternehmen heute schon viele digitale Technologien gewinnbringend einsetzt, treibt Thomas Schmiedbauer die Digitalisierung des Betriebs weiter voran. „Wenn ich mich nicht auf meine Software und auf meine Technologien ver- lassen kann, dann kann ich meinem Kunden die Dienstleistung nicht garantieren, und dann wird er nicht lange mein Kunde sein. Deswegen ist die kontinuierliche Digitalisierung ein wichtiges Thema in der heutigen Zeit.“

Zusammenfassung

Wiesbauer – Österreichische Wurstspezialitäten

  • Marktführer bei Dauerwurst in Österreich
  • Familienunternehmen in der dritten Generation
  • Vier Standorte 
  • 825 Mitarbeiter (Gruppe)
  • Umsatz: 189 Mio. Euro (Gruppe)
  • Absatz: 27.000 Tonnen (Gruppe)
  • www.wiesbauer.at

CSB-Lösung im Überblick

  • Beschaffung, Lager, Zerlegung / Produktion, Absatz, Qualitätsmanagement, EDI, Preisauszeichnung, Computer Integrated Manufacturing, Business Intelligence

Top-Kundennutzen

  • Wichtige kaufmännische Kennzahlen liegen auf Knopfdruck vor
  • Papierlose Informationsverarbeitung auf allen Verarbeitungsstufen
  • Weitgehend automatisierter Ablauf von Zerlegung bis zur Produktion

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