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Brüssel

Jungzüchterprofis diskutieren in Brüssel

17 Jungzüchter aus nahezu ganz Österreich diskutierten mit den agrarischen Vertretern in Brüssel und konnten sich einen Überblick über die landwirtschaftliche Situation in Belgien verschaffen.

10.12.2019
Rinderzucht

Den krönenden Abschluss des Ausbildungsprogrammes „Jungzüchter-Profi” bildete die Abschlussexkursion vom 30. November bis 2. Dezember 2019 nach Brüssel. 17 Jungzüchter aus nahezu ganz Österreich diskutierten mit den agrarischen Vertretern in Brüssel und konnten sich einen Überblick über die landwirtschaftliche Situation in Belgien verschaffen.

Schwerpunkt der Reise waren Agrarpolitik, Kultur und Landwirtschaft. Den Startschuss gab der innovative Betrieb „Concept Chocolate“, eine Schokoladenmanufaktur, die sich auf ganz spezielle Kundenanforderungen spezialisiert hat. Die Neo-Züchter nutzen die Gelegenheit und fertigten Pralinen an, welche natürlich gleich verkostet und mitgenommen wurden.

Brüssel umfasst knapp eine Million Einwohner mit einer eleganten Oberstadt und einer historischen Unterstadt. Zusammen mit den Gildehäusern mit ihren schönen Fassaden wird der Grand Place nicht zu Unrecht zu den schönsten Plätzen der Welt gezählt. Die Jungzüchter bekamen durch den belgischen Stadtführer Einblicke in die Entstehung und derzeitige Lage der Stadt. 
Am zweiten Tag besuchten die Gruppeden flämische Züchter Tim Bottu. Er züchtet Weißblaue Belgier und setzt den züchterischen Schwerpunkt auf natürliche Geburten. „Ich bin ein atypischer Züchter. Meine Kühe passen nicht zum belgischen Zuchtziel, da ich auf große und schwere Kühe setze. Die belgische Zucht konzentriert sich auf immer mehr Konformität und breitere Tiere. Ich glaube nicht, dass das zusätzliches Geld einbringen wird." erklärt Tim Bottu. Sein Fokus liegt an der natürlichen Abkalbung. Diverse belgische Zuchtziele verfolgen unter anderem die geforderte Beckengröße, um einen Kaiserschnitt zu vermeiden. Der ganze Stolz von Tim’s Betrieb ist die Kuh „Daldina“, welche nach zwei Kaiserschnitten, fünf natürliche Geburten hatte.

Den Abschluss der Reise bildeten die Gespräche und Diskussionen mit den agrarischen Vertretern in Brüssel. Den Start gab die Abgeordnete zum Europäischen Parlament, Simone Schmiedtbauer. Die Jungzüchter nutzten die Gelegenheit und diskutierten über den Stellenwert der Landwirtschaft sowie der Unterstützung für Junglandwirte. Weiters stand der Besuch der Ständigen Vertretung von Österreich zu Mag. Mirjam Dondi (Botschafterin), DI Andreas Thurner (Leiter des Brüssel-Büros der Landwirtschaftskammer Österreich) und Dr. Georg Häusler (Europäische Kommission) am Programm. Die vielseitigen und neuen Impulse der Reise nehmen die Jungzüchterinnen und Jungzüchter mit nach Österreich und Blicken in eine ereignisreiche Zukunft.

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