Jetzt unterschreiben: Tierschutzvolksbegehren

Das Tierschutzvolksbegehren ist nicht nur für die Tiere ein wichtiger Schritt, sondern auch für die Lebensmittelhandwerker und heimische Landwirtschaft.

18.01.2021
Tierwohl

Sebastian Bohrn Mena, der Initiator des Tierschutzvolksbegehren und Fleisch & CO-Kolumnist, will mit dem Tierschutzvolksbegehren nicht nur die Tiere unterstützen, sondern vor allem die heimischen Bauern, die Lebensmittelhandwerker und schlussendlich uns alle. Damit ist er nicht allein: 210.000 Menschen haben sein Tierschutzvolksbegehren in der Unterstützungsphase bereits mitgetragen - darunter auch viele aus der Fleisch- und Lebensmittelbranche. Die Initiative ist damit eine der erfolgreichsten der Geschichte des Volksbegehren in Österreich. 

Das große Finale

Jetzt geht das Tierschutzvolksbegehren in die Endphase. Vom 18. bis 25. Jänner kann trotz Lockdown uneingeschränkt unterschrieben werden. Es stehen dafür bundesweit 2.136 Eintragungslokale zur Verfügung, die allesamt sämtliche (und noch mehr) Corona-Schutzmassnahmen einhalten. Die meisten Gemeinden bieten stark verlängerte Öffnungszeiten an, in Wien kann auch Sonntag unterschrieben werden. Via Handysignatur oder Bürgerkarte kann bequem online von zu Hause unterschrieben werden.

Bohrn Mena schreibt auf Facebook dazu: „Ich weiß nicht, ob sich in den kommenden 8 Tagen überhaupt noch irgendwelche Menschen am Votum gegen Massentierhaltung beteiligen. Harter Lockdown, große Verunsicherung, unklare Rahmenbedingungen - ich mach mir da keine großen Illusionen. Die Hoffnung verliere ich aber nicht. Jede Unterschrift, die von morgen bis inklusive 25. Jänner gesammelt wird, zählt für mich 100-fach. Weil es einfach ein Irrsinn ist, ein Volksbegehren in diesen Zeiten durchzuführen (Danke, Herr Innenminister!). Aber schauen wir mal. Wichtig ist eh vielmehr, was danach passiert. Und da kommt was." 

Mehr Transparenz bei Lebensmitteln

Das erklärte Ziel des Volksbegehren ist ein systemischer Wandel im Umgang mit Tieren – weg vom „System Massentierhaltung", das auf großen Mengen und niedrige Mengen abzielt, hin zu regionaler, tier-, klima- und vor allem menschenfreundlicher Erzeugung von Lebensmitteln. Die Organisation sehen sich dabei als Verbündetet von Bauern und regionalen Lebensmittelhandwerkern. 

Sehr schön ist es, dass Unterstützer und Befürworter aus allen „Lagern" Österreichs kommen. So plädieren nicht nur namhafte Unternehmen der Branche (allen voran etwa Gourmetfein) für das Tierschutzvolksbegehren, sondern auch ALLE Parteien Österreichs. Tierschutz kennt somit kein Parteibuch – und das ist gut so! Daher bitten auch wir hier von Fleisch & Co all jene, die noch nicht unterschrieben haben, dies jetzt zutun. 

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