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Fünf Wochen Corona – so geht es Berger Schinken

Gaby Kritsch von Berger Schinken bietet einen aktuellen Einblick in die derzeitige Lage des Unternehmens.

28.04.2020
Corona

Die aktuelle Situation fordert uns alle vollumfänglich: Persönlich, als Familie und als verantwortungsvoller Arbeitgeber. Unser oberstes Anliegen ist die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Familien. Die aktuelle Situation stellt uns als Unternehmen vor neue Herausforderungen, deren Lösungen Kreativität und Gemeinschaftsgeist voraussetzen. Gleichwohl haben wir unter diesen Voraussetzungen das klare Ziel, unseren Beitrag zu leisten, um die Grundversorgung mit Lebensmitteln zu gewährleisten.

Sicherheit hat Vorrang

Selbstverständlich setzen wir alles daran, unsere Mitarbeiter zu schützen und haben hier vielfältige Maßnahmen entwickelt: Wir teilen die Mitarbeiter so ein, dass sie möglichst wenig Berührungspunkte untereinander haben und der geforderte Mindestabstand gut eingehalten werden kann. Durch die Trennung der Abteilungen und längere Pausen gelingt es uns, die Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Unsere Mitarbeiter sorgen dafür, dass Berger Schinken auch in dieser herausfordernden Situation ein verlässlicher Partner ist.

Wir setzen alles daran, die Lieferkette für Schinken & Co aus unserem Haus auch in Zeiten der Krise aufrecht zu erhalten. Die Kette ist bei uns ohnedies eine sehr regionale, umfasst aber dennoch mehrere Stufen: Bevor Fleisch zu bestem Berger Schinken in Sieghartskirchen verarbeitet werden kann, arbeiten Bauern aus der Region, Schlachthöfe, Lieferanten für Betriebs- und Hilfsstoffe sowie Hygieneartikel und Transporteure Hand in Hand.

Abhängigkeit rund um den Globus

Unsere Vernetzung und damit Abhängigkeit rund um den Globus waren noch nie so stark spürbar wie heute. Wenn dann plötzlich dringend benötigte Waren zur Versorgung oder zur Aufrechterhaltung der Lieferkette wegfallen, merken wir, wie verletzlich wir sind und wie wichtig es ist, dass Österreich eine funktionierende eigenständige Lebensmittelproduktion hat. Mehr denn je bekommen wir nun vor Augen geführt, wie wichtig in diesem Zusammenhang regionale Wertschöpfung ist. Die Wertschöpfung aus und für die Region ist für uns seit eh und je gelebtes Leitbild: Die Krise bestärkt uns einmal mehr, Vorzeige-Projekte wie unsere Regionalität-Offensive REGIONAL-OPTIMAL – wo wir nur Schweine aus einem Umkreis von 50 km rund um unser Werk und Futter aus der Region akzeptieren – zu intensivieren. Wir gehen davon aus, dass Konsumenten beginnen, hinzusehen und die richtigen, regionalen Entscheidungen beim Einkauf treffen werden!

Als seit 130 Jahren bestehendes Familienunternehmen sind wir aber zuversichtlich, auch diese Krise zu überstehen. Gerade als Familie sind wir hier resilient, agieren mit Augenmaß und vorausschauend. Natürlich fehlen uns die Gastronomie-Umsätze, die fast zur Gänze entfallen sind. Daher freuen wir uns schon sehr, wenn die Gastronomie ab Mitte Mai wieder aufsperren darf: Wir als bewährter Lieferpartner stehen wie gewohnt allen Gastro-Partnern und Gastro-Großhändlern zur Seite!

Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren großartigen Einsatz bedanken.

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