Kommentar

Erschüttertes Vertrauen als Chance

Dr. Sebastian Bohrn Mena, Initiator des überparteilichen Tierschutzvolksbegehrens: Erschüttertes Vertrauen als Chance.

28.11.2019
Tierschutzvolksbegehren
Dr. Sebastian Bohrn Mena

Erschüttertes Vertrauen als Chance

Vor Kurzem hat uns der furchtbare Listerien-Skandal aus Deutschland erreicht – eine Firma hatte wissentlich verseuchte Wurst verkauft, Menschen starben, das Unter- nehmen ist insolvent. Die Wurst landete auch auf Tellern in Österreich und hat viele zu Recht beunruhigt. Das Vertrauen ist nach Debatten rund um Gammelfleisch, Antibiotikaeinsatz und Keimbelastung wieder einmal erschüttert. Das könnte aber auch eine Chance sein.

Eine Chance, um zu erklären, wieso es die kleinbäuerliche Landwirtschaft in Österreich und den Fleischhauer vor Ort braucht. Denn nichts garantiert die Sicherheit und die Qualität unserer Lebensmittel mehr als die transparente Produktion vor Ort. Weg- ducken und durchtauchen bringt gar nichts! Vor allem die kleinen Betriebe müssen sich offen den veränderten Bedürfnissen der Konsumenten stellen. Und darauf eingehen.

Je mehr Informationen die Konsumenten haben, umso mehr Vertrauen haben sie. Was sie kennen, das unter- stützen sie. Wir können nichts gegen die Marktmacht der Großen machen, gegen den internationalen Konkurrenz- druck, aber wir können erkennen, dass die Konsumenten letztlich die besten Verbündeten sind – wenn wir sie als solche ansprechen.

Das Tierschutzvolksbegehren

Mehr Informationen zum Tierschutzvolksbegehren, das am 7. Mai in ganz Österreich startete, gibt’s unter www. tierschutzvolksbegehren.at. Direkten Kontakt zu Initiator Dr. Sebastian Bohrn Mena kann man unter verein@tierschutz- volksbegehren.at aufnehmen.

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