Coronavirus - Brauerei Murau mit Absatzeinbruch

17.03.2020
Corona

Die Brauerei Murau ist laut eigenen Angaben massiv von der Corona-Krise betroffen: „Unsere Wiederverkäufer, vor allem im Gastronomiebereich, sind aufgrund der Vorgaben der Bundesregierung zum hundertprozentigen Stillstand verpflichtet. Unser Gastronomieanteil zulasten des Handelsanteils in den Vertriebswegen trifft uns jetzt umso härter", hieß es am Dienstag auf APA-Nachfrage.

„Nicht nur Umsätze fehlen, sondern die Zahlungsfähigkeit unserer Gastronomen ist enorm eingeschränkt. Viele dieser Betriebe stehen vor dem Realität werdenden wirtschaftlichen Ende. Die Folgen sind nominell aus derzeitiger Sicht noch nicht abschätzbar", wurde weiters mitgeteilt. Die Brauerei habe bereits Aussetzungen und Stundungen für Gebühren und Abgaben beantragt. „Mit den Gewerkschaften und Betriebsräten wurde das Corona-Kurzzeitarbeitsmodell bereits akkordiert und wird für den gesamten Betrieb in den nächsten Tagen beantragt werden."

Mit Ausnahme der massiv gesunkenen Nachfrage sei die Produktion des Gerstensaftes uneingeschränkt möglich. Die Rohstoffversorgung sei vorhanden. Mit steigender Nachfrage könne man sofort auch die Abfüllleistung wieder steigern. Von den derzeit 181 Mitarbeitern seien aber momentan nur mehr rund 60 im Betrieb. Die anderen befinden sich auf Zeitausgleich, Urlaub oder Home-Office.

Die Andritz-Gruppe mit Hauptsitz in Graz sagte am Dienstag auf Nachfrage, dass man für die Mitarbeiter umfangreiche Schutzmaßnahmen getroffen habe, „die unsere Mitarbeiter vor Infektionen bestmöglich schützen sollen". Dazu zählen laufende Desinfektionen von Büros und Arbeitseinrichtungen, Desinfektionsmittel in allen Stockwerken und Toiletten, flexible Home-Office-Regelungen inklusive Implementierung von Sub-Teams je Verantwortungsbereich sowie Vermeidung sämtlicher Dienstreisen. Man müsse aber auch den Verpflichtungen gegenüber den Kunden nachkommen: „Wir prüfen daher ständig die Entwicklungen auf unseren Absatz- und Zuliefermärkten und werden im Bedarfsfall die notwendigen Schritte setzen. Das gilt für alle Andritz-Standorte weltweit”, informierte ein Sprecher.

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