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Josef Hechenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol.

Zuwachs bei Biobetrieben in Tirol

In Tirol sind 2016 in allen Bezirken neue Biobetriebe dazugekommen. Insgesamt 136 Landwirte haben sich für einen Neueinstieg in die biologische Bewirtschaftung entschieden.

02.02.2017
Landwirtschaftskammer
Redaktion.Fleischerzeitung

Spitzenreiter ist dabei der Bezirk Innsbruck Stadt/Land mit 32 umgestiegenen Höfen. „Diese Entwicklung ist sehr positiv. Obwohl Bio nicht für jeden Betrieb geeignet ist, bietet es doch für viele Landwirte eine interessante Alternative. Mit Stichtag 15. Dezember 2016 können wir in Tirol insgesamt 2.317 Biobetriebe vorweisen, was natürlich auch eine höhere Produktionsmenge von Biomilch und -fleisch bedeutet“, erklärt Josef Hechenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol.

Im letzten Jahr wurden von den Fachleuten der Landwirtschaftskammer tirolweit 2.000 Beratungsstunden geleistet - von ersten Informationen in den Bezirkskammern bis hin zu Gesprächen Vorort.  „232 Betriebsführer haben konkretes Interesse gezeigt und wurden von unseren Bio- und Betriebswirtschaftsexperten beraten. Zudem wurden in unseren landwirtschaftlichen Medien Fachartikel zum Thema Bio, Hilfestellungen und Argumente für den Umstieg sowie Betriebsreportagen von Biobetrieben publiziert“, so der Bioreferent an der LK-Tirol, Lukas Peer. Aufgrund des großen Interesses erwartet er sich auch 2017 noch zahlreiche Anfragen und weitere Einstiege in den Biolandbau.

 „Biobauern haben, in Anbetracht der aktuellen Marktlage, bessere Voraussetzungen, ihre Produkte zu einem fairen Preis abzusetzen. Immer mehr Konsumenten greifen zu naturnah produzierten Lebensmitteln und sind bereit, für hohe Qualität entsprechend mehr zu bezahlen. Ein Trend, der nicht nur in den nahen Exportländern wie Deutschland und Italien, sondern auch in Tirol spürbar ist. Die Nachfrage ist groß. Auch am Zuchtviehmarkt ist Bio bei generell allen Rassen sehr gefragt. Zur gewohnten Nachfrage im Inland ist seit einiger Zeit auch eine verstärkte Nachfrage aus dem Ausland hinzugekommen. Der Fleischmarkt meldet denselben Tenor“, fasst Peer zusammen.

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