Wursthüllenhersteller Kalle hat neuen Eigentümer

Der deutsche Wursthüllen-Hersteller Kalle wandert zum vierten Mal an einen Finanzinvestor. Die europäische Beteiligungsgesellschaft Silverfleet reicht das Unternehmen nach sieben Jahren an den US-Investor Clayton, Dubilier & Rice (CD&R) weiter.

03.05.2016
Fleisch- und Wurstwaren

ür Silverfleet ist Kalle ein gutes Geschäft. CD&R zahlt Finanzkreisen zufolge fast eine halbe Milliarde Euro für das Unternehmen, das Silverfleet 2009 für 213 Millionen gekauft hatte. Silverfleet hat seinen Kapitaleinsatz damit nach eigenen Angaben mehr als verdreifacht.

Kalle stellt Natur- und Kunstdärme für die Wurstproduktion her und ist einer der größten Hersteller von Schwammtüchern für die Küche. Die frühere Hoechst-Tochter Kalle hat im vergangenen Jahr mit 1.700 Mitarbeitern 281 Mio. Euro umgesetzt. Mit einem operativen Gewinn (Ebitda) von fast 50 Mio. Euro ist sie hochprofitabel. Unter der Ägide von Silverfleet hatte Kalle vor allem in die USA expandiert. Silverfleet-Partner Guido May sieht die Möglichkeiten damit aber noch nicht ausgereizt: „Ein neuer Eigentümer mit tieferen Taschen kann das Unternehmen nochmals weiterentwickeln. Vor allem der US-Markt bietet noch große Wachstumschancen".

Über Kalle

Die Kalle-Gruppe mit Sitz in Wiesbaden ist ein weltweit führender Anbieter industriell hergestellter Wursthüllen (Casings). Neben innovativen, wertsteigernden Wursthüllen liefert Kalle auch ständig neue, maßgeschneiderte Lösungen. Dazu zählen auch funktionelle Zutaten und weitere ergänzende Produkte, die Kalle zu einem Komplettanbieter für Unternehmen aus der Fleischverarbeitung machen. Das Unternehmen ist in den vergangenen 20 Jahren kraftvoll und nachhaltig profitabel gewachsen. Seinen Technologie- und Innovationsvorsprung nutzt Kalle, um das Wachstum immer weiter zu beschleunigen – in bestehenden Märkten genauso wie in zahlreichen Wachstumsmärkten in Lateinamerika, Osteuropa und Asien.

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