Weniger Rinder und Schweine

Die aktuelle Bestandserhebung der Statistik Austria weist Rückgänge bei Rindern und Schweinen aus. Damit setzt sich der Trend der letzten 10 Jahre fort.

26.08.2019
Schweinebestand
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Rinderbestand wieder rückläufig

Am Stichtag 1. Juni 2019 wurden in Österreich 1.873.000 Rinder gehalten. Der Rückgang um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr verteilte sich relativ gleichmäßig auf alle Altersstufen. Einen überdurchschnittlichen Bestandsabbau verzeichneten Nutz- und Zuchtkalbinnen (-3,2 %) und Milchkühe (-2,4 %).

Vor 10 Jahren lag der Rinderbestand noch knapp über 2 Mio. Stück. Nach Rückgängen von 2011 bis 2013 blieb er vorerst stabil, erst in den letzten beiden Jahren sank er wieder spürbar. Insgesamt verlor er knapp 7 % gegenüber 2009. Rinder mit einem Alter ab 2 Jahren verringerten sich sogar um 9 %. Während Milchkühe mit -1,5 % weitgehend stabil blieben, brach der Bestand an anderen Kühen um fast 25 % ein. Nutz- und Zuchtkalbinnen verloren 10 %. Besser behaupteten sich Stiere und Ochsen mit -5 %. Den einzigen Zuwachs gab es bei Schlachtkalbinnen (+7,6 %).

16 % weniger Schweine als vor 10 Jahren

Der Schweinebestand betrug Anfang Juni 2.652.000 Tiere, um 1,0 % weniger als ein Jahr davor. Die Zahl der Mastschweine sank um 0,8 % auf 1.043.000 Stück. Einen ähnlichen Rückgang verzeichneten Jungschweine (20 bis 50 kg) mit -0,7 %. Stärker verloren Ferkel und Zuchtschweine (-1,3 bzw. -2,3 %).

Seit 2009 schrumpfte der Schweinebestand um fast 16 %, damals betrug er noch über 3,1 Mio. Stück. Danach sank er kontinuierlich, ehe die Zahlen in den Jahren 2017 und 2018 leicht zulegten. Mast- und Jungschweine nahmen um 12 bzw. 13 % ab. Bei Ferkeln und Zuchtschweinen schwand der Bestand sogar um 22 bzw. 24 %.

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