Weckruf für Oberösterreichs Konsumenten

Eine provokant angelegte Werbung der Landesinnung Oberösterreich setzt auf den Unterschied zwischen Handwerk und industrieller Massenware.

25.02.2014
© WKOOE

Eine Inseratekampagne mit blisterverpackten Wurstwaren als Sujet sollen Oberösterreichs Konsumenten den Qualitätsunterschied zwischen Massenware und Handwerk vor Augen führen

Was gibt es Besseres als einen saftig zarten Schinken zum Frühstück, eine Kesselheiße zur Jause und einen knusprigen Schweinsbraten zum Mittagessen? Tatsächlich erkennen aber immer weniger Konsumenten den enormen Unterschied zwischen handgemachten Fleisch- und Wurstwaren und den industriell gefertigten Produkten internationaler Erzeuger.

Dieser Entwicklung sagt die oberösterreichische Landesinnung der Lebensmittelgewerbe den Kampf an. Gemeinsam mit der Linzer Werbeagentur  „:wanted“ hat sie für das Jahr 2014 eine neue Kampagne entwickelt. „Das Ergebnis ist eine sehr starke Werbelinie, die binnen Sekunden Gefühle auslöst. Und sie soll aufrütteln, damit wir langfristig dem Druck des Mitbewerbs standhalten“, erklärt Willi Mandl, der oberösterreichische Landesinnungsmeister-Stv. So sind auf den schlicht gehaltenen Fotos mit frontal aufgenommenen Esstisch-Motiven blisterverpackte Wurstwaren, viel und billig, zu sehen. Doch die Kunden haben die Wahl und können auch bei ihrem regionalen Fleischermeister einkaufen. Ganz gezielt soll diese Kampagne provozieren. Denn nur so ist es möglich, dass die Botschaften bewusst wahrgenommen werden, am Bewusstsein der Konsumenten rütteln und einen Umdenkprozess wie auch eine Änderung im Kaufverhalten erzielen.

Print- und TV-Kampagne
Gleichzeitig ist sichergestellt, dass möglichst viele Oberösterreicher die Kampagne wahrnehmen. Denn ab Anfang März werden die Einschaltungen vierzehntägig oberösterreichweit in der Regionalzeitung Tips veröffentlicht.
Mit 875.000 oberösterreichischen Lesern pro Nummer ergibt die Inseratenkampagne von März bis Juni und September bis November 2014 insgesamt 13,1 Millionen Kontakte. Als zweites breitenwirksames Medium mit stark regionalem Charakter wurden sechs verschiedene regionale TV-Sender gebucht, die das gesamte Bundesland abdecken. Insgesamt acht Wochen lang und zeitlich wechselnd mit den Inseraten werden über 7.000 TV-Spots ausgestrahlt, die die Kernbotschaften der Inserate in bewegten Bildern mit pointierten Texten auf den Punkt bringen sollen.

Nacht des Genusses
Aber auch durch verschiedene Aktionen vor Ort erleben die Kunden, wodurch sich die Fleischer sowie Bäcker und Konditoren von industriellen Herstellern und großen Handelskonzernen abgrenzen. So bieten zahlreiche Betriebe bei der österreichweit stattfindenden „Nacht des Genusses“ am 11. September 2014 wieder Einblicke in ihre Produktionsstätten. Dazu Fleischermeister Willi Mandl: „Das ist eine der wenigen einzigartigen Gelegenheiten, um unseren Kunden den riesigen Unterschied zwischen industriell und handwerklich gefertigten Lebensmitteln direkt vor Augen zu führen. Denn nichts hat mehr Beweiskraft als überraschte Kunden, die meinen: ‚Ich hab’ es mit eigenen Augen gesehen.’ Ich kann allen meinen Kollegen nur raten, bei der Nacht des Genusses und den anschließenden Genusstagen dabei zu sein“, so Mandl. Neben der Möglichkeit zur direkten Kommunikation mit den Konsumenten unterstützt die Innung dies durch intensive Werbekampagnen.  „Die Nacht des Genusses wird in einer Kooperation mit Life Radio zwei Wochen lang mit über 150 Hörfunkspots beworben und für alle teilnehmenden Betriebe stehen auch heuer wieder Ankündigungsplakate, Inserate und jede Menge weiterer Werbemittel teils kostenlos zur Verfügung. Einfacher geht Werbung machen wirklich nicht mehr“, fährt Mandl fort.

Messe „Jugend & Beruf“
Ein Schwerpunkt in der Jugend-Nachwuchsarbeit ist die Berufsinformationsmesse Jugend & Beruf in Wels. Der Auftritt wurde neu überarbeitet. Der moderne Messestand in Form eines Marktplatzes wurde beibehalten. Neue Bilder und ein zentraler Slogan sollen nun jedoch viel stärker als bisher an die Sprache der Jugendlichen anknüpfen. „So werden wir verstärkt ihre Aufmerksamkeit für die Berufe des Fleischermeisters und der anderen Berufsbilder des oberösterreichischen Lebensmittelgewerbes wecken“, freut sich Willi Mandl. (Red./WKOOE)

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