Übernahme von Huber durch Bell genehmigt

Die EU-Kommission hat grünes Licht für die Übernahme des österreichischen Hühner- und Truthahnproduzenten Huber durch die Schweizer Bell AG erteilt. Bell gehört der Coop-Gruppe, ebenfalls aus der Schweiz. Die Brüsseler Behörde erklärte, es gebe keine Wettbewerbsbedenken.

02.03.2016
Huber Geflügel
© Bell

So gebe es nur geringe Überlappungen beider Unternehmensaktivitäten im europäischen Wirtschaftsraum. Huber war in Österreich, Süddeutschland und der Schweiz tätig. Bell ist Produzent und Verteiler von Fleisch und Meerestieren und dabei in mehreren Ländern des europäischen Wirtschaftsraums aktiv. Nach der Übernahme wird Bell seine Geschäftstätigkeit auf Österreich und Deutschland ausweiten.

Die Huber-Gruppe ist Spezialist für hochwertiges Geflügel mit einer starken Marktposition in Österreich und Deutschland und erzielt mit rund 900 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 300 Mio. Euro. Zu der heimischen Unternehmensgruppe gehören Hubers Landhendl in Pfaffstätt/OÖ, die auf Putenfleisch spezialisierte Süddeutsche Truthahn AG in Ampfing/D sowie die Brüterei Schlierbach und das Logistikunternehmen Frisch Express. Überdies verfügt die Huber-Gruppe über eine integrierte Produktion mit über 400 vertraglich gebundenen Landwirtschaftsbetrieben.

Die Bell AG, die zur Coop-Gruppe gehört, ist nach eigenen Angaben ein führender Fleisch- und Conveniencehersteller in Europa. Das Angebot umfasst Fleisch, Geflügel, Wurstwaren, Seafood und Fertigwaren-Produkte unter mehreren Marken. Zu den Kunden zählen der Detail- und Großhandel, die Gastronomie sowie die Lebensmittelindustrie. Rund 8.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im ersten Halbjahr 2015 laut dem Unternehmen einen konsolidierten Warenumsatz von 1,3 Mrd. CHF (1,19 Mrd. Euro). Bell ist an der Schweizer Börse notiert.

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