Stabile Verhältnisse am EU-Schweinemarkt

Notierungen tendieren in fast allen Ländern seitwärts

29.05.2013

Ausgewogen präsentiert sich derzeit der europäische Schweinemarkt. Mit Ausnahme von Frankreich (+0,7 Cent) bewegen sich diese Woche alle Notierungen am Binnenmarkt seitwärts. Die Hoffnung der Schweinebauern auf Preissteigerung fiel den für diese Jahreszeit zu kühlen Temperaturen und einem weiteren Maifeiertag in den meisten Mitgliedstaaten zum Opfer. Einige europäische Marktpartner scheinen außerdem auf einen Impuls aus Deutschland zu warten, bevor sie einen saisonalen Preisanstieg einläuten.

In Österreich gelang in der einzigen vollen Schlachtwoche im Mai eine weitgehende Räumung des seit Ostern mit Überhängen belasteten Schweinemarktes. Da das frische Angebot um rund zehn Prozent unter dem Niveau der Vorwochen zu liegen kam, dürften in dieser Woche trotz des Feiertags die letzten überreifen Partien am Schlachthaken landen. Vor diesem Hintergrund wurde auch hierzulande der Mastschweine-Notierungspreis mit 1,54 Euro (Berechnungsbasis: 1,44 Euro je kg) auf Vorwochenniveau festgelegt. Dass über kurz oder lang Preissteigerungen angesagt sein dürften, formuliert Dr. Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse so: „Die Anzeichen verdichten sich weiter, dass Anfang Juni am heimischen Markt die Trendwende Richtung Sommerpreis gelingen dürfte."

Am deutschen Markt ist die Nachfrage der Schlachtunternehmen gut, sodass durch den fehlenden Schlachttag (Fronleichnam) keine Kurskorrekturen erwartet werden. Wärmere Temperaturen zum Wochenende sowie der anstehende Monatsanfang versprechen Impulse für die Binnennachfrage, so die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Außerdem verzeichnen die deutschen Vermarkter eine verbesserte Nachfrage nach lebenden Schweinen aus Italien und Polen. (Red./AIZ)

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