Pferdefleisch: Österreich setzt Exporte nach Russland vorerst aus

Ministerium und russische Behörden klären Untersuchungsmethoden und die weitere Vorgehensweise

04.03.2013
Pferdefleisch

Der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) hat seine Darstellung bekräftigt, wonach in einer Lieferung Frankfurter Würstel eines Linzer Herstellers nicht deklariertes Pferde-, Puten- und Rindfleisch sowie Soja nachgewiesen worden sei. Rosselkhoznadzor-Chef Sergej Dankwert schlug als erste Konsequenz vor, die Lieferungen derartiger Erzeugnisse aus Österreich für die Zeit einzustellen, in der der österreichische Veterinärdienst die Exporteure auf Einhaltung von in Russland und der Zollunion geltende Rechtsbestimmungen zu überprüfen hätte.

Es wurde vom Bundesministerium für Gesundheit mit der WKÖ auch die Empfehlung vereinbart, Sämtliche Exporte von Fleischerzeugnissen aus Österreich in die russische Zollunion sind bis zur Abklärung der Untersuchungsmethoden und der Sicherungsmaßnahmen, unter denen der Export fortgesetzt werden kann, auszusetzen. Firmen, die dieser Empfehlung nicht Folge leisten, tragen ein hohes Risiko der Beanstandung im Zuge der grenztierärztlichen Abfertigung.

Das Bundesministerium für Gesundheit ist im engen Kontakt mit den russischen Behörden, um sowohl die Untersuchungsmethoden als auch die weitere Vorgehensweise abzuklären. Aus derzeitiger Sicht ist jedenfalls dafür ein Zeitraum von einer Woche erforderlich.

Das Koordinationsbüro Fleischwirtschaft der WKÖ ersucht dringend, die oben stehende Empfehlung einzuhalten. (Red./AIZ/WKO)

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