Neue Geburtenstation für Bioschweine

Das Institut für biologische Landwirtschaft in Thalheim bei Wels hat eine neue Geburtenstation aus Holz für Bioschweine entwickelt, berichtet orf.at.. Ein Stall habe heute eine Schlüsselrolle und der Holzstall beeinflusse die Tiere positiv, so die Forscher.

10.05.2017
Thalheim

Das Projekt des Bio-Instituts sorgt bereits nach Eigenangaben weit über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen. Der Prototyp, der in der Außenstelle in Thalheim errichtet wurde, habe schon Wissenschaftler, Schweinebauern und Geschäftsleute aus halb Europa und aus Übersee angelockt.

Bis jetzt seien die sogenannten Abferkelställe mit viel Beton gebaut worden, „in dem Holzstall ist der Schall ganz anders als in einem Betonstall“. Es sei deutlich ruhiger und das „ein wesentlicher Punkt für einen Abferkelstall“, so der stellvertretende Institutsleiter Werner Hagmüller. Zwei Jahre wurde an dem Holzstall getüftelt. Die Modulbauweise ermöglicht ein Aufstellen bzw. Erweitern in wenigen Stunden. Auch die Trennung der Funktionsbereiche ist laut Hagmüller neu: „Das Neue ist, dass man die Funktionsbereiche wie Liegen, Säugen, Aktivität, Ferkelnest und Fressen sehr gut getrennt hat.“ So bleibt der Mist draußen und der Stall sauber.

Ein zentrales Forschungsthema war auch die Energieeffizienz. Der Holzstall kommt fast ohne Heizung aus, einzig die Ferkelnester werden beheizt. Die Wärme wird mit einer ebenfalls neu entwickelten Mistheizung erzeugt. Die Forschungseinrichtung in Thalheim ist eine Außenstelle der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein in Irdning (Bezirk Liezen). Diese arbeitet eng mit der Veterinärmedizinischen Universität und der Universität für Bodenkultur in Wien zusammen.

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