Aus der Innung!

Neue Chancengleichheit

Raimund Plautz, Bundesinnungsmeister der Fleischer, über die neue Chancengleichheit in der EU

03.02.2021
Bundesinnungsmeister
Raimund Plautz
© Landesinnung Lebensmittelgewerbe Kärnten/Peter Just

Ungleichgewicht!

Eines der großen Probleme innerhalb der EU sind die ungleichen Voraussetzungen. Die europäische Union hat es zwar geschafft, eine Währungsunion zu kreieren und die Landesgrenzen für die Arbeitskräfte beiseitezuräumen. Doch was bis dato nicht geschafft wurde: Die Entlohnung, die Besteuerung und vor allem die Sozialleistungen wenigstens anzugleichen – und dadurch ergeben sich natürlich massive Probleme. Während in Österreich schon seit langer Zeit die Entlohnung nach dem Kollektivvertrag erfolgen muss, gab es in Deutschland bis vor ein paar Jahren nicht einmal einen Mindestlohn und bis vor Kurzem auch keinen einheitlichen Kollektivvertrag. Dadurch waren die österreichischen Betriebe die letzten Jahre aufgrund der Sozialpartnerschaft und der sozialen Absicherung innerhalb der EU sehr stark benachteiligt. Doch diese ungleichen Voraussetzungen haben jetzt – hoffentlich – bald eine Ende.

Neue Chancengleichheit!

Warum? Mit Anfang des Jahres hat der Deutsche Bundestag Werkverträge innerhalb der Fleischindustrie nun endgültig verboten. Und ab April 2021 wird in Deutschland auch die Leiharbeit für Betriebe über 50 Beschäftigte verboten sein. Ich hoffe, dass so die Chancengleichheit innerhalb der EU-Länder endlich wirklich hergestellt werden kann. Das wird vor allem unseren größeren Betrieben, die im europäischen oder im weltweiten Wettbewerb stehen, die lang geforderte eine Chancengleichheit bringen. Endlich!

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