© Bio Austria / Peter Hecht

Leidenschaft für echten Geschmack

 Almsenner, Bio-Bauer und Hüttenwirt Franz Glabischnig auf der AlexanderAlm in Millstatt am See über traditionelle VKäseherstellung und seine Leidenschaft zum Handwerk.  

10.10.2019
Käse
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Vor rund 40 Jahren war Franz Glabischnig einer der ersten Bauern in Kärnten, der sich der biologischen Landwirtschaft widmete. Als einer der Mitgründer der „Kaslab’n Nockberge“ setzte er sich für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Almen ein. Seit 1997 ist er der Senner auf der AlexanderAlm. Hier verarbeitet er Milch zu Käse, Topfen und Butter. Er weiß: Das Beste ist echter Geschmack direkt aus der Natur. Dafür braucht es keine künstlichen Zusätze oder Tricks, sondern nur Sorgfalt und Leidenschaft für ein Handwerk, das seit Jahrhunderten weiterge- geben und perfektioniert wurde.

„Wenn du etwas mit Leidenschaft machst und machen willst, bemühst’ dich auch mehr, und deshalb schmeckt dann auch das Produkt anders“, sagt der Almsenner. Das gilt für die Sennerei auf der AlexanderAlm wie auch für seine zweite Leidenschaft, das Brauhandwerk. Und hier schließt sich nun der Kreis zur Privatbrauerei Hirt: Franz Glabischnig ist das neue Gesicht von Hirter. „Gerade die kleinen Betriebe wie die Kaslab’n, die Hirter Brauerei, die kleinen Käsereien: Die gehören zur Region. Die brauchen wir, um die Region zu stärken, damit die Kaufkraft erhalten bleibt, denn diese Betriebe leisten einen großen Beitrag, dass es Arbeitsplätze gibt, dass die Tradition bleibt und die Region wieder lebt. Das ist nämlich unser Lebensraum. Und wir brauchen uns immer gegenseitig: Konsument und Produ- zent“, ist sich Glabischnig sicher.

Auf der AlexanderAlm

Beide Traditionen – das Bierbrauen und die Sennerei – werden in Österreich seit vielen Jahrhunderten gepflegt. So wie die hochwertigen kulinarischen Kreatio- nen des Senners, so stehen auch Biere aus Hirt für zeitlose Qualität und die Bewahrung und Weiterentwicklung von traditionellem Handwerk für die kommenden Generationen. „Für uns auf der Alm ist es natürlich auch wichtig, gutes Bier zu haben, das schmeckt, das mit Ehrlichkeit gemacht worden ist, das aus Handwerk be- steht und das einfach genauso wie Brot oder Käse mit Leidenschaft gemacht wird“, zieht Franz Glabischnig Parallelen zwischen den Handwerkserzeugnissen. Über 300.000 Rinder, rund 110.000 Schafe, etwa 10.000 Ziegen und über 8.000 Pferde leben im Sommer auf den 8.000 Almen Österreichs. Die AlexanderAlm ist eine davon. Sie liegt auf 1.800 Metern und wird seit 100 Jahren bewirtschaftet. Als Franz Glabisch- nig sie übernommen hat, war viel Arbeit notwendig, um die damals mit Almrausch, Mehlbeeren, Wacholder und Bürstlingsgräsern zugewachsene Alm in eine Milch- viehalm mit blühenden Wiesen zu verwandeln. „Der Alltag auf der Alm ist schon anstrengend, ein 12-Stun- den-Tag ist an der Tagesordnung, und das sieben Tage die Woche. Das musst du gern machen, weil sonst bist du falsch am Platz. Das musst du einfach mit Leiden- schaft machen“, sagt der Almsenner. Heute bietet die Alexander-Alm vier Sommermonate lang einen gekoppelten Weideplatz für Milchkühe und Pferde. In der Sennerei wird direkt vor Ort Milch zu Käsespezialitäten, Topfen und Butter versennt.

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