Laschet verlässt Schirnhofer

Karl Schirnhofer übernahm überraschend Ende letzten Jahres wieder das Kommando des Fleischimperiums 

11.02.2014
© Schirnhofer

Wechsel bei Schirnhofer: Christian Laschet (Foto) scheidet mit Ende März aus dem Unternehmen aus, Karl Schirnhofer übernahm bereits vor einigen Wochen wieder die Geschäftsführung

Beim steirischen Fleisch- und Wurstproduzent Schirnhofer mit Sitz im oststeirischen Kaindorf ist es in der Führungsebene zu einer überraschenden neuen Weichenstellung gekommen.  Karl Schirnhofer (52) übernahm vor einigen Wochen die Geschäftsführung des Firmenimperiums – die Fleischerzeitung berichtete. Seit dieser Woche ist gewiss  das der bisherige Geschäftsführer, Christian Laschet (36), das Unternehmen „im guten Einvernehmen“ mit Ende März verlässt. Weitere Informationen etwa über die Hintergründe und den Einfluss auf die künftige strategische Positionierung des Unternehmens wurden auf Nachfrage nicht gegeben.

Laschet war bereits im Alter von 19 Jahren in den Betrieb gekommen und über Stationen als Controller und Prokurist in die Geschäftsführung aufgestiegen, die er 2011 alleine übernahm. Karl Schirnhofer verblieb aber in der Chefetage der Holding - geplanterweise für drei Jahre, danach wollte er in den Aufsichtsrat wechseln. Seine Aktivitäten wollte Schirnhofer auf branchenferne Bereiche wie die Alternativenergie richten.
 
Entwicklungen der letzten Jahre
Die Grundsätze des Familienunternehmens - Qualitätsproduktion mit ethischer und sozialer Verantwortung - wollte Laschet weitertragen. Er stand vor der Herausforderung, in einem schrumpfenden Markt Perspektiven zu entwickeln, was er vor allem durch verstärkte Anstrengungen im Export und die Ausrollung eigener „Genusswelten“ (Feinkost plus Systemgastronomie) - bis 2018 sollten 50 in Ostösterreich entstehen - in Angriff nahm. Damit sollte nicht zuletzt für das Ende der Shop-in-Shop-Kooperation mit Zielpunkt Ende 2015 vorgesorgt werden.

Im Geschäftsjahr 2012/13 war Schirnhofer um fünf Prozent gewachsen, der Umsatz lag mit 1.900 Mitarbeitern bei knapp 200 Mio. Euro. Rund 34.000 Tonnen Fleisch und Wurst wurden produziert, bei einem Marktanteil von sechs bis zehn Prozent. Zur Holding gehören sowohl die Schirnhofer-Betriebe (Produktion, Filialen und Schlachthof) als auch die Firmen Aibler, Blasko und Weiss. (Red./APA)

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