Fleischproduktion in Bayern leicht gesunken

Rückgang bei Rind- und Schweinefleisch, Zunahme bei Geflügelfleisch

23.05.2012
Redaktion.Fleischerzeitung

Im Jahr 2011 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 832 200 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um knapp 27 000 Tonnen bzw. 3,1 Prozent. Die Rindfleischproduktion mit 17 500 Tonnen (-5,4 Prozent) sank deutlich stärker als die Schweinefleischerzeugung mit 9 600 Tonnen (-1,8 Prozent). Insgesamt wurden 2011 knapp 525 300 Tonnen Schweinefleisch und 304 000 Tonnen Rindfleisch produziert. Darüber hinaus erzeugten gewerbliche Geflügelschlachtereien 151 700 Tonnen Geflügelfleisch, binnen Jahresfrist entspricht dies einem Anstieg von fast einem Zehntel bzw. 13 600 Tonnen. Mit fast 984 000 Tonnen blieb die insgesamt in Bayern im Jahr 2011 erzeugte Fleischmenge um 13 500 Tonnen (-1,3 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahres.
 
Im Jahr 2011 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 832 200 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Rückgang um 26 900 t bzw. 3,1 Prozent. Auf Schweinefleisch entfielen 63,1 Prozent der gesamten Schlachtmenge ohne Geflügel (rotes Fleisch). Binnen Jahresfrist sank die Schweinefleischproduktion um 9 600 t bzw. 1,8 Prozent auf 525 300 t. Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm im gleichen Zeitraum um 1,9 Prozent (109 700 Tiere) auf 5,54 Millionen Tiere ab. Gut 61 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (194 700 t bzw. 37,1 Prozent) und Oberbayern (128 300 t bzw. 24,4 Prozent) erzeugt.
 
36,5 Prozent der Schlachtmenge an rotem Fleisch entfielen auf die Rindfleischerzeugung, gegenüber dem Vorjahr sank diese damit um 5,4 Prozent (17 500 t) auf 304 000 t. Aufgrund eines etwas niedrigeren durchschnittlichen Schlachtgewichts nahm die Zahl der geschlachteten Rinder im gleichen Zeitraum nur um 5,2 Prozent (48 700 Tiere) auf 896 700 ab. Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion lag 2011 mit 100 300 t (33,0 Prozent) in Oberbayern sowie in Schwaben mit 57 100 t (18,8 Prozent). Die verbleibende Schlachtmenge (ohne Geflügel) von knapp 3 000 t verteilte sich im Wesentlichen auf Schaffleisch (2 400 t) sowie in geringem Umfang auf Pferde- und Ziegenfleisch.
 
Außerdem erzeugten die bayerischen Geflügelschlachtereien im Jahr 2011 etwa 151 700 t Geflügelfleisch, womit die bisher höchste Schlachtmenge verzeichnet werden konnte. Der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2010 wurde damit um weitere knapp 10 Prozent (13 600 t) übertroffen. Zusammen mit dem Geflügelfleisch wurde in Bayern eine Fleischmenge von 983 900 t erzeugt. Dies waren knapp 13 500 t bzw. 1,3 Prozent weniger als im Jahr 2010. Der Rückgang beim Rind- und Schweinefleisch konnte, durch die Zunahme beim Geflügelfleisch, nur zur Hälfte ausgeglichen werden.
 
Recht unterschiedlich fällt der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland aus. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammt, sind es beim Geflügelfleisch fast 11 Prozent und beim Schweinefleisch gut 9 Prozent.

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