Fleisch ist eine Bank

Mehr als ein Drittel aller Haushaltsausgaben für Lebensmittel entfallen auf Fleisch & Wurst. Laut Analyse der Agrarmarkt Austria Marketing legte der Absatz von Rindersteaks zwischen 2011 und 2016 um 12,3 Prozent zu, jener von Kalbfleisch um 9,6 Prozent.

29.03.2017
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Die Ausgaben der heimischen Haushalte für Frische- und Fertigprodukte (ohne Brot und Gebäck) sind 2016 im Vorjahresvergleich bei 140 Euro pro Monat stagniert. Die wertmäßig größten Anteile nehmen Wurst & Schinken (19,1%), Milch/Joghurt/Butter (16,1%) sowie Fleisch inkl. Geflügel (15,2%) ein. Zu den umsatzstärksten Frischeprodukten zählen Kochschinken, Rindfleisch und Schweinefleisch mit jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben zwischen 25,8 und 27,8 Euro.

Bei Wurst und Schinken erlebt aufgeschnittene Ware einen Boom, die Konsumenten sind auch bereit, dafür mehr zu bezahlen. Immer mehr gekauft werden qualitativ höherwertige Fleischteile, der Absatz von Rindersteaks legte zwischen 2011 und 2016 um 12,3 Prozent zu, jener von Kalbfleisch um 9,6 Prozent.

Der Bio-Anteil steigt bei Fleisch & Geflügel kontinuierlich und erreichte im Vorjahr einen wertmäßigen Anteil von 4,4 Prozent, bei Wurst & Schinken stagnierte er bei 2,6 Prozent.

Steigend ist der Einkauf direkt bei den Bauern, bei Fleisch & Geflügel entfielen im Vorjahr 4,9 Prozent des Gesamtumsatzes auf die Direktvermarkter, 80,7 Prozent auf den Lebensmitteleinzelhandel und 14,4 Prozent auf andere Vertriebsquellen wie Fleischerfachgeschäfte. Bei Wurst & Schinken hatte ebenfalls der LEH den umsatzmäßigen Löwenanteil von sogar 88,5 Prozent, auf Fleischer entfielen 9,4 Prozent, auf Direktvermarkter lediglich 2,1 Prozent.

Die RollAMA ist eine rollierende Agrarmarktanalyse der Agrarmarkt Austria Marketing. 2.800 Haushalte führen dafür Aufzeichnungen über ihre Einkäufe.

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