EU-Schweinemarkt: Volle Märkte

Quer durch die EU wird von reichlich versorgten Märkten bei eher verhaltenem Bestellwesen berichtet. Demnach bewegen sich die neuen Notierungen zwischen unverändert (Deutschland) und -5 Cent (Spanien). Dazwischen mühen sich Länder wie Belgien, Frankreich und Italien ab, die durch die letztwöchige Preisrücknahme in Deutschland neuerlich unter Druck geratenen Notierungen halbwegs auf Niveau zu halten.

08.04.2016

Erstaunlich in diesen Zusammenhang ist der Kommentar von EU-Kommissar Hogan, der beim Sonderausschuss Landwirtschaft am 6. April in Brüssel von einer Erholung der Preise sprach und weiters von einer positiven Entwicklung von Exporten nach China berichtete. Dies war auch seine Begründung für die Ablehnung einer von ihm zuvor avisierten neuerlichen Öffnung der PLH.

In Österreich war der Schweinemarkt von osterfeiertagsbedingten Überhängen belastet und es gelang nicht sich gänzlich frei zu schaufeln. Bereits zu Wochenbeginn waren neuerlich billigere internationale Fleischangebote am heimischen Markt unterwegs, was mancherorts Abbestellungen von bereits georderten Schlachtpartien zur Folge hatte. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht eines gut durchschnittlichen Angebotes an frischen Schweinen reduzierte die Ö-Börse den Preis um 3 Cent auf 1,24 Euro. Somit wurde die Abnehmerforderung weitgehend umgesetzt.

Tendenz: Gesättigte Verhältnisse und Tiefstpreisszenarien in allen Ländern dürften auch in nächster Zeit Bestand haben. Der Abfluss von EU-Ware Richtung Asien dürfte sich zumindest soweit verbessert haben, dass die Chance zur Stabilisierung des aktuellen Niveaus besteht.

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