EU-Schweinemarkt: Stockender Fleischmarkt löst Preisdruckwelle aus

Österreich im Sog von Deutschland

16.07.2014
Schweinemarkt

Der seit Wochen am europäischen Schweinemarkt zäh verlaufende Fleischabsatz hat sich eher verstärkt als aufgelöst. Speziell deutsche Großvermarkter können für die anfallende Fleischmenge nicht den notwendigen Erlös erzielen und ziehen daher die Reißleine. Nervös gewordene Mäster haben zudem das Angebot erhöht und versuchen damit den Schlachtbetrieben ein kräftiges Preisminus von 8 Cent durchzusetzen. Auch in den übrigen EU-Ländern zeigt die deutsche Entwicklung Wirkung.

In Österreich wäre die Marktlage gemessen am Inlandsgeschäft noch stabil, erklärt Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse. Die international agierenden Fleischunternehmen geraten allerdings durch die deutsche Entwicklung ebenfalls in Schwierigkeiten. Das hierzulande nach wie vor nicht drückende Schweineangebot war Hintergrund der Kompromissnotierung von minus 4 Cent. Mehrere Abnehmer zogen Fixbestellungen zurück und haben angekündigt, nur nach Bedarf zu ordern.
 
"Die zuletzt als Verschnaufpause eingestufte Marktlage scheint sich als hartnäckiger Durchhänger zu entpuppen. Weniger Regen und mehr Sonne wären jedenfalls zweckdienlich", schätzt Schlederer die künftige Marktentwicklung ein. (Red./AIZ)

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