EU-Schweinemarkt: stabile Preise

Nach den Weihnachts- und Silvesterfeiertagen kehrt allmählich wieder Routinebetrieb in der Schweinebranche ein. Während Länder wie Spanien und Frankreich noch mit Überhängen aus dem alten Jahr zu kämpfen haben, stehen sich Angebot und Nachfrage in Deutschland ziemlich ausgewogen gegenüber.

14.01.2016
Notierungen

Vor diesem Hintergrund gelang es den Erzeugergemeinschaften in der BRD eine positive (+3 Cent) Auftaktnotierung zu fixieren. Dies auch deshalb, da das frische Angebot eher zurückpendelt und eine Fleischmarktbelebung bei Industrie und Export sichtbar wird.
In Österreich stehen auch nach Silvester ausreichend schachtreife - und zum Teil auch überreife - Schweine zur Verfügung. Wegen dem Hei­li­ge­drei­kö­nigs­tag fehlte in Österreich, im Gegensatz zu Deutschland, abermals ein Schlachttag. Nichtsdestotrotz verbreitet sich Optimismus im Fleischhandel, unter anderem auch wegen attraktiver Aktionen im LEH (Lebensmitteleinzelhandel). Während das Interesse von österreichischen Schlachtunternehmen bei der PLH (Private Lagerhaltung) mitzumachen eher gering ist, scheinen Fleischindustriebetriebe das gestützte Einlagerangebot doch in gewissem Umfang nutzen zu wollen. In Erwartung, die Überhänge beschleunigt abbauen zu können, wurde der Preis unverändert fixiert.
Insgesamt überwiegt der Eindruck, dass für den Jänner eher übliche Preisverluste heuer nicht mehr eintreten werden. Zum einen, weil das Preisniveau ohnehin auf einem Zehnjahrestief liegt, zum anderen, weil die PLH für einige Länder wie Spanien oder Dänemark attraktiv sein dürfte und zur gewünschten Marktentlastung beitragen wird.

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