EU-Schweinemarkt: Schwächeres Angebot stabilisiert und verbessert Schweinepreise

Während EU-weit von geräumten Schweinemärkten berichtet wird, klingen Meldungen des Fleischhandels weniger euphorisch.

12.02.2015

Wieder einheitlich aufgeräumt zeigt sich der österreichische Schweinemarkt. Die letzten Ausläufer von Überhängen zu Jahresbeginn sind nun endgültig Geschichte. Erstmals in diesem Jahr liegen die Schlachtzahlen auf unterdurchschnittlichem Niveau und das Schlachtgewicht mit 96,7 kg annähernd 1 kg tiefer als zu Jahresbeginn. Auch hierzulande ist die Verknappung am Fleischmarkt noch nicht angekommen. Selbst attraktive Frischfleischangebote im LEH laufen zurzeit unter den Erwartungen. Im Bestreben nach einer guten Auslastung und den eigenen Marktanteil zu behaupten, suchen die Abnehmer aber eifrig nach Schlachtschweinen, wodurch die Mastschweinenotierung an der Schweinebörse um 5 Cent auf 1,38 Euro (Berechnungsbasis: 1,28 Euro) je kg Schlachtgewicht nach oben gesetzt wurde.

"Nachdem sich im Laufe der abgelaufenen Woche herausstellte, dass die Chancen auf einen Neustart der Exporte für bestimmte Schweineprodukte einzelner Mitgliedstaaten nach Russland praktisch wieder bei Null stehen, wurde die Stimmung am Markt nicht gerade beflügelt. Die Einschätzung, dass auch in den nächsten Wochen das Angebot nicht drückend sein wird, lässt aber zumindest stabile Verhältnisse erwarten", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die kurzfristigen Marktaussichten zusammen.  (AIZ)

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