EU-Schweinemarkt: Schwächelnde Notierungen

Während sich die Achse Holland, Belgien und Deutschland auf unverändertem Niveau halten kann, verlieren alle anderen relevanten Notierungen im Bereich 2 bis 5 Cent. Die aktuelle Stabilität am deutschen Schweinemarkt deckt sich allerdings nicht mit dem dortigen Fleischmarkt.

15.10.2015
Schweinemarkt

Preiszugeständnisse bei fast allen Teilstücken deuten auf einen hohen Sättigungsgrad hin. Dem europäischen Nord-Süd-Preisdruckgefälle folgend notiert auch die österreichische Schweinebörse mit einem Minus von 3 Cent auf 1,43 Euro. Vor dem Hintergrund eines stark gestiegenen Angebotes musste der neuerlichen Abnehmerforderung nach Verringerung des Preisabstands zu Deutschland stattgegeben werden. Der nicht ganz unerwartete Angebotsschub entstammt neben der üblichen Saisonalentwicklung auch der stark gestiegenen Fresslust der Mastschweine durch den frischen Mais, der im Vergleich zur letztjährigen mykotoxinbelasteten Ernte die Mastleistungen gravierend verbessert. Die Preiszugeständnisse der letzten beiden Wochen sollen nun dazu beitragen, dass die stark gestiegenen Schlachtzahlen im internationalen Wettbewerb unverzögert ihren Absatz finden.
Sollten sich die Meldungen bestätigen, wonach die aktuelle Stabilität Deutschlands von guten Geschäftsabschlüssen im Export mit China herrührt, so hätte dies auch einen wichtigen positiven Effekt für den gesamten Binnenmarkt. Denn unbestritten ist, dass EU-weit im 4. Quartal die Schlachtzahlen deutlich ansteigen werden, was normalerweise mit Preisdruck gekoppelt ist.

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