EU-Schweinemarkt: PLH stützt Preisgefüge

EU-weit wird von überdurchschnittlich hohen Schlachtzahlen und Schlachtgewichten berichtet. Da Drittlandexporte nach dem Jahreswechsel erst allmählich in Schwung kommen, ist die Private Lagerhaltung (PLH) als willkommene Maßnahme zur Verhinderung weiteren Preisdruckes zu sehen.

21.01.2016
Notierungen

Binnen weniger Tage wurden ca. 50.000 Tonnen in Brüssel beantragt. Demnach ist die neu geregelte Einfrieraktion deutlich attraktiver als im Vorjahr, wo trotz wochenlanger Laufzeit lediglich ca. 60.000 Tonnen geordert wurden. Das große Interesse deutscher Fleischunternehmen an der PLH hat insbesondere im Norden der BRD zusätzliche Nachfrage gebracht und eine weitere Preiserhöhung um 3 Cent ermöglicht.
In Österreich gelang es in der ersten vollen Arbeitswoche Überhänge zu reduzieren. Es gelang jedoch nicht Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht zu bringen, was sich auch an historisch hohen Schlachtgewichten von bis zu 100 kg im Durchschnitt wiederspiegelt. Auch wenn mit 600 Tonnen Antragsvolumen in der ersten Woche das Interesse heimischer Fleischunternehmen im internationalen Vergleich eher unterdurchschnittlich ist, sind positive Nachfrageeffekte spürbar. Vor diesem Hintergrund konnte auch die österreichische Schweinebörse ein Plus von 2 Cent auf 1,25 Euro fixieren.
Quer durch Europa wird von hohen bis sehr hohen biologischen Leistungen bei Fruchtbarkeit und Wüchsigkeit im Maststall berichtet. Da von einem Anhalten dieser Verhältnisse auszugehen ist, wird auch in nächster Zeit mit einer guten Versorgungslage am Markt zu rechnen sein.

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