EU-Schweinemarkt ohne besondere Impulse

Am europäischen Schweinemarkt plätschert der Fleischmarkt - mit Ausnahme von Südeuropa, wo sich die anlaufende Sommersaison langsam bemerkbar macht - ohne besondere Impulse dahin.

16.07.2018

Demzufolge reicht das EU-weit knapp verfügbare Schlachtschweineangebot zur Bedarfsdeckung locker aus. Als Lichtblick aus Erzeugersicht ist zu bewerten, dass in Deutschland (+/- 0,00) in der abgelaufenen Woche nicht mehr über weitere Preisrückgänge diskutiert wurde. Frankreichs Schweinebauern hoffen unterdessen auf spürbare Impulse durch die Erfolge des Trikolore-Teams bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland. Der zuletzt etwas eingeschlafene Grilleifer könnte dadurch wieder befeuert werden.
In Österreich sind schlachtreife Schweine wie schon seit Wochen anhaltend gesucht. Vereinzelt bemühen sich Schlachtunternehmen, die eine oder andere Partie Schlachtschweine früher als geplant aus dem Maststall zu locken. Die rasche Abholung drückt das Schlachtgewicht erstmals in diesem Jahr unter die Marke 96,5 kg. Und obwohl die Anzeichen am Lebendmarkt auf Preissteigerung stehen, ist der Widerstand bei den Abnehmern massiv. Argumentiert wird diese Haltung mit Dumpingangeboten aus EU-Ländern, erklärt Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse. Auffallend billig werden aktuell tiefgefrorene Nacken- und Rückenteile angeboten, die wohl aus der Tiefpreisphase zu Jahresbeginn stammen. Vor diesem Hintergrund wurde an der heimischen Börse die Mastschweine-Notierung erneut auf unverändertem Niveau von 1,48 Euro (Berechnungsbasis: 1,38 Euro) je kg Schlachtgewicht fixiert.

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