EU-Schweinemarkt: Geringes Angebot hält weiterhin die Preise hoch

Notierung der Österreichischen Schweinebörse legt weiter zu

28.08.2013
Schweinemarkt

Das seit Wochen durch geringe Schlachtzahlen und -gewichte signifikant unterdurchschnittliche Angebot am EU-Schweinemarkt zeigt inzwischen auch am Fleischmarkt seine Wirkung. International werden die verschiedenen Absatzrichtungen inklusive Export als „gut aufnahmefähig“ dargestellt, die Notierungen ziehen daher europaweit spürbar an. Frankreich verbucht mit 5,6 Cent den größten Preisanstieg gegenüber der Vorwoche. Deutschland rangiert mit 5 Cent knapp dahinter und erreicht damit den vorläufigen Jahreshöchstwert.

Auch in Österreich sind die Verhältnisse seit Wochen unverändert, schlachtreife Schweine sind rar geworden. Interessant bleibt allerdings die Tatsache, dass gerade mittelgroße Fleischunternehmen Scheu davor haben, diese Situation im Verkauf umzusetzen und entsprechende Preisaufschläge zu fordern. Gelingt das nicht, so geht das an die Substanz der Betriebe. Hintergrund dieser Scheu ist primär die Macht der Großabnehmer in den nachgelagerten Stufen.

Wohl aufgrund dessen trat die Fleischwirtschaft diese Woche auch an die Öffentlichkeit. „Die österreichischen Fleischbetriebe werden auf diese Situation reagieren müssen“, kündigte Bundesinnungsmeister der Fleischer Rudolf Menzl in einer Aussendung an.
 
Österreich: Plus 4 Cent
Aufgrund des neuerlich nicht bedarfsdeckenden Angebots wurde mit den Abnehmern für diese Woche ein Plus von 4 Cent vereinbart. Der Mastschweine-Notierungspreis der Schweinebörse erhöht sich demnach auf EUR 1,90 (Berechnungsbasis: EUR 1,80) je kg. Aus heutiger Sicht überwiegen die Anzeichen, dass die stabilen Verhältnisse am heimischen Markt weiter anhalten werden.

In der BRD bestimmt die knappe Angebotssituation auch in der neuen Schlachtwoche das Marktgeschehen. Die gute Nachfrage nach lebenden Schweinen wird dem Vernehmen nach anhalten. Nun stellt man sich bei der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) die Frage, ob der Preisanstieg nächste Woche eine Pause einlegt oder ohne Unterbrechung weiter voranschreitet. (Red./AIZ/APA)

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