EU Schweinemarkt: aufwärts tendierende Erzeugerpreise

Trotz mehrerer aufeinanderfolgender feiertagsbedingt verkürzter Schlachtwochen werden EU-weit keine nennenswerten Überhänge schlachtreifer Schweine gemeldet.

24.05.2018

Die inzwischen gut angelaufene Grillsaison sorgt für lebhafte Nachfrage bei grillfähigem Frischfleisch als auch beim Grillwurstsortiment. In Deutschland belebt zusätzlich die Spargelsaison, die traditionell den Schinkenabsatz fördert, den Fleischmarkt. Da in unserem Nachbarland nur in den römisch-katholischen Bundesländern Fronleichnam gefeiert wird, beeinflusst der Donnerstag-Feiertag nur geringfügig das deutsche Fleischgeschäft. Vor diesem Hintergrund wurde die Notierung um 2 Cent nach oben gesetzt. Auch in den übrigen Mitgliedsstaaten zeigt sich das Preisgefüge mit zunehmend stabilerem Fundament. Lediglich Frankreich schwächelt, was allerdings mit Mitarbeiterstreiks auf Schlachthöfen in Verbindung gebracht wird.

In Österreich sind die Verhältnisse am Lebendmarkt ausgewogen. Grillfreundliches Wetter sorgt für weitgehende Zufriedenheit in der Fleischbranche. Hierzulande begünstigt die Grillleidenschaft immer noch stark den Frischfleischbereich mit den traditionellen Teilstücken vom Schopf bis zum Karree. Bei Grillwurst, Käsekrainer und Co. dürfte bereits viel vorproduziert sein, da sich die Zerlegebetriebe aktuell mehr Nachfrage von dieser Seite erwartet hätten. Das frische Schlachtschweineangebot ist für die bevorstehende Feiertagswoche gerade ausreichend – für eine normale Woche wäre es deutlich zu knapp. Folglich konnte die Ö-Börse ein Plus von 2 Cent auf 1,45 Euro verzeichnen.

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