Dürre lässt US-Weizenpreis explodieren

Auswirkungen auf Notierungen in der EU könnten in Falle von Börsenspekulationen auf Nahrungsmittel auftreten

28.08.2013
© thinkstock

Wegen der langanhaltenden Dürre im Mittleren Westen der USA steigen die Preise für zahlreiche Agrarrohstoffe in immer neuere Höhen. Der Weizenpreis, so wird befürchtet, soll durch Spekulationen auf Ernteausfälle weiter steigen. Der Terminkontrakt auf Weizen zur Lieferung im Dezember hat sich um 2,1 Prozent auf 6,595 Dollar je Scheffel verteuert. Mais notiert um 3,8 Prozent teurer bei 4,878 Dollar. Ähnlich hoch ist die Teuerungsrate beim Sojabohnen-Future, dieser notiert bei 13,785 Dollar. „Wenn sich die Entwicklung abzeichnet, dass die Verknappung die Preise steigen lässt, versuchen Spekulanten auf diesen Zug aufzuspringen", sagt Manfred Schöpe vom Institut für Wirtschaftsforschung in München im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Pressetext. Momentan würde der Preis jedoch tendenziell eher nach unten zeigen, denn er habe gerade eine Hochphase hinter sich.

Spekulationen halten Börse liquide
Spekulationen mit Nahrungsmittel stehen immer wieder in der Kritik. Jedoch sei das "Engagement spekulativer Interessenten notwendig, um die Börse liquide zu halten. Es ist eine Frage des Maßes", räumt Schöpe ein. Den Getreidepreis in der EU sieht der Experte aber nur mäßig beeinflusst: "Die Preise in der EU sind direkt vom Weltmarkt abhängig. Der Ernteausfall in den USA hat also durchaus Auswirkungen, aber in Maßen."  (Red./Pressetext)

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