Deutschland: Fleischwirtschaft will wieder investieren

Aktuelle Umfrage zeigt steigende Investitionsbereitschaft der Fleisch- und Wurstwarenbranche

21.01.2013

Im Gegensatz zur gesamten deutschen Ernährungsindustrie, die sich trotz der weltweit steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln bei ihrer Investitionsplanung für die nächsten 24 Monate eher zurückhalten will, zeichnet sich in der Fleischbranche in Deutschland für 2013 eine Steigerung der Investitionstätigkeit ab. Dies berichtet das Agrarnachrichtenportal Prolanta unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage der AFC Management Consulting GmbH, die rund 110 repräsentative Unternehmen der deutschen Ernährungswirtschaft dazu befragte. Daraus geht hervor, dass 38 Prozent der deutschen, fleischverarbeitenden Betriebe in den kommenden zwei Jahren in Erweiterungsmaßnahmen oder Übernahmen investieren wollen.

Bei der AFC-Erhebung im vergangenen Jahr hatten nur 33 Prozent der befragten Unternehmen entsprechende Pläne geäußert.  Was das letzte Jahr betrifft, haben dieser Studie zufolge rund 43 Prozent dieser Unternehmen bereits dahin gehende Investitionen durchgeführt. Das waren 15 Prozentpunkte mehr als 2011. Von diesen Branchenangehörigen gaben rund 70 Prozent an, mehr als eine Millionen Euro investiert zu haben. Betrachtet man hingegen die deutsche Ernährungswirtschaft insgesamt und unabhängig von der Unternehmensgröße, so setzte sich hier auch 2012 der Trend der Vorjahre fort, weniger Geld für Erweiterungsmaßnahmen auszugeben. Im vergangenen Jahr investierten hierfür nur noch 36 Prozent der befragten Unternehmen.

Fünf Jahre zuvor (2007) gab von ihnen noch knapp über die Hälfte an, Erweiterungsinvestitionen getätigt zu haben. Dabei sprachen 62 Prozent von einer Investitionshöhe größer als eine Millionen Euro, was ein leichtes Plus zum Vorjahr bedeutete. 95 Prozent der befragen Unternehmen werden übrigens ausschließlich in Standorte in der Bundesrepublik investieren.  Als Hauptexportland wird nach wie vor am häufigsten die Europäische Union genannt - sie nimmt mit 60 Prozent der Nennungen den ersten Rang ein. Weitere wichtige Ausfuhrziele der deutschen Fleischbranche sind China und Südkorea mit jeweils 10 Prozent der Nennungen. Inzwischen geben 62 Prozent der Entscheidungsträger der deutschen, fleischverarbeitenden Firmen an, im Export aktiv zu sein. (Red.)

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